Volksbank Viersen und Berufsnavigator schließen Finanzierungslücken

301 Schülerinnen und Schüler profitieren vom Berufsnavigator.

Berufsnavigator am Clara-Schumann-Gymnasium Dülken

Den richtigen Beruf für sich auszuwählen, ist ein schwieriges Unterfangen. Viele Schülerinnen und Schüler verlassen die Schule, ohne genau zu wissen, welchen Beruf sie ergreifen sollen oder können. Andere wieder sind nicht ausreichend informiert und brechen Ausbildung oder Studium ab, weil sie zu spät erkennen, dass sie den falschen Weg für sich gewählt haben.

„Genau dem möchten wir entgegenwirken“, berichtet Birgit Niemann, Personalleiterin der Volksbank Viersen eG.

Der Berufsnavigator ist eine computergestützte Anwendung, die die persönlichen Stärken herausarbeitet. Ein Schüler beurteilt gemeinsam mit drei Klassenkameraden seine persönlichen Fähigkeiten. Im zweiten Schritt ordnet die Software den individuellen Eignungsprofilen der Schüler passende Berufsbilder zu. Der Schüler erhält ein Stärkenprofil und eine Liste der Berufe, die zu ihm passen.

Der richtige Zeitpunkt.

Den Abschluss bildet eine Beratung durch erfahrene Praktiker aus dem Personalbereich. Dabei gibt es Tipps, wie man sich für den entsprechenden Beruf noch während der Schulzeit qualifizieren kann, welche Voraussetzungen für bestimmte Berufe zu erfüllen sind oder wie und wo man Kontakt zu möglichen Arbeitgebern herstellen kann.

Die Schüler der Jahrgangsstufe Q1 des Clara-Schumann-Gymnasiums, des St. Wolfhelm-Gymnasiums und die Jahrgangsstufe 12 der Anne-Frank Gesamtschule Viersen  werden in einem Jahr das Abitur absolvieren. Genau der richtige Zeitpunkt, um mit Hilfe des Berufsnavigators die richtige Berufs- oder Studienwahl zu treffen.

Zunächst war in diesem Jahr die Finanzierung des Projekts für die 301 Schülerinnen und Schüler gefährdet, weil die Landesregierung derzeit im Kreis Viersen das Übergangssystem „Kein Abschluss ohne Anschluss“ (KAoA) etabliert. So wurden Schüler der Sekundarstufe II bislang bei der Durchführung des Berufsnavigators mit Fördergeldern unterstützt - im neuen Landesprogramm ist das aber derzeit nicht vorgesehen.

Berufsnavigator an der Anne-Frank-Gesamschule Viersen.

„Dieses Projekt ist uns ein wichtiges Anliegen, so Niemann, und nun galt es eine große Finanzierungslücke zu schließen, um den Berufsnavigator im neunten Jahr in den Oberstufen der Schulen in Viersen und Schwalmtal durchführen zu können“.

Die Berufsnavigator GmbH kam den Schulen und der Volksbank bei der Finanzierung des Projektes entgegen. Die Kosten wurden zu 80 Prozent von der Volksbank Viersen getragen. Fördervereine und Schüler/Innen beteiligten sich zu 20 Prozent.

So konnte die Volksbank Viersen eG als Kooperationspartner und als Sponsor den Schülern einen genauen Blick auf die eigenen Stärken und potenziellen beruflichen Wege ermöglichen. Für die Volksbank Viersen ist die Jugendarbeit ein besonders wichtiger Aspekt. Niemann: „Wir freuen uns, mit der Unterstützung dieses Projektes Weichen für die berufliche Zukunft der Jugendlichen stellen zu können. Das System des Berufsnavigators geht andere Wege als die üblichen Programme zur Berufsberatung“.

Berufsnavigator am St. Wolfhelm Gymnasium Waldniel.